Wissenskompendium & FAQ
Wissenskompendium & Häufig Gestellte Fragen
Ein praktischer Leitfaden zu App-Funktionen, Bewertungsregeln für Münzen und Banknoten, Scannen und Datensicherheit bei NumiStudio AI.
01
1. Identifizierung & App-Funktionen
Im Gegensatz zu einfachen Bildsuchmaschinen vergleicht die App nicht nur die äußere Form der Münze mit einem Bildkatalog. Sie analysiert wesentliche numismatische Merkmale:
* Prägebild von Avers und Revers, Herrscherporträts, Wappen und Randschriften.
* Typografie der Jahreszahlen, Münzzeichen, Münzmeisterzeichen und Signaturen.
* Abnutzungsspuren an den Reliefhöhen (Haardetails im Porträt, Adlerfedern, Gewandfalten).
* Originaler Prägeglanz, Kabinettpatina und eventuelle mechanische Oberflächenschäden.
Jeder Analysebericht gliedert die Bewertung in 6 strukturierte Schritte:
1. Basis-Identifikation: Ausgabeland, Nominal, Prägejahr, Münzstätte, Herrscher, Metalllegierung und Kataloggewicht.
2. Kataloge & Seltenheit: Zuordnung zu Fachkatalogen (z. B. Krause KM, Jäger, Kopicki) und Seltenheitsgrad (R bis R8).
3. Varianten & Fehlprägungen: Erkennung von Stempelvarianten, Stempelrissen, Stempelausbrüchen und Dezentrierungen.
4. Erhaltungsgrad (Sheldon-Skala 1–70): Vorläufige Einstufung von zirkuliert (Poor) bis prägefrisch (Mint State / Stempelglanz).
5. Oberflächenbewertung: Prüfung des Münzgrundes, der Patina und möglicher Spuren unsachgemäßer Reinigung.
6. Marktpreisspannen: Reale Auktionsergebnisse aus beendeten Verkäufen auf dem gewählten Markt.
Ja. Kein Computerprogramm kann einen erfahrenen Numismatiker mit einer Lupe in der Hand zu 100 % ersetzen.
Stark abgenutzte Umlaufmünzen (Erhaltungsgrade 1–3), Bodenfunde mit Korrosion oder historische Fälschungen sind allein anhand eines Fotos oft schwer eindeutig zuzuordnen.
Wie helfen Sie der App bei der richtigen Bestimmung?
* Wählen Sie Ihren Zielmarkt (aus 121 Ländern) – die App konzentriert sich dann auf relevante Auktionshäuser und Marktstandards.
* Geben Sie einen Hinweis in das Notizfeld ein – wenn Sie das vermutete Prägejahr oder sichtbare Buchstabenfragmente kennen, tragen Sie diese vor dem Scan ein.
1. Indirektes Tageslicht: Vermeiden Sie direkten Kamerablitz, da er Lichtreflexe erzeugt und Reliefdetails überstrahlt. Am besten ist Tageslicht am Fenster oder eine seitliche Schreibtischlampe im 45°-Winkel.
2. Dunkler, matter Hintergrund: Legen Sie die Münze auf eine reflexionsfreie, dunkle Unterlage (z. B. schwarzes Papier oder Samt).
3. Zentrierung im Kamerasucher: Platzieren Sie die Münze so im Kreis, dass der Münzrand vollständig sichtbar bleibt.
4. Beide Seiten fotografieren: Vorder- und Rückseite sind gleichermaßen wichtig für die Bestimmung von Jahr, Münzstätte und Erhaltung.
Häufige Ursachen sind:
* Das Bild ist unscharf, verwackelt oder bei unzureichendem Licht aufgenommen.
* Lichtreflexionen verdecken wichtige Details (wie Jahreszahl oder Münzzeichen).
* Die Münze ist extrem abgenutzt und weist keine lesbaren Reliefstrukturen mehr auf.
* Das Objekt ist keine reguläre Münze oder Banknote (z. B. Wertmarke, Medaille, Knopf).
Reinigen Sie in diesem Fall die Kameralinse, legen Sie das Objekt auf eine feste Unterlage, sorgen Sie für seitliches Licht und tragen Sie bekannte Maße oder Buchstabenfragmente in das Notizfeld ein.
**Nein, keinesfalls. Reinigen Sie Münzen niemals mit chemischen Mitteln oder Polierpasten.**
* Das Bürsten oder Polieren mit Silberreinigern, Essig oder Natron zerstört den originalen Prägeglanz und die natürliche Patina unwiederbringlich. Eine gereinigte Münze verliert 50 % bis 90 % ihres Sammlerwertes und wird von Grading-Unternehmen (NGC, PCGS) mit dem Vermerk „Details / Cleaned“ abgewertet.
* Die App ist darauf trainiert, Münzen mit ehrlicher Alterspatina und Zirkulationsspuren präzise zu erkennen.
02
2. Fehlprägungen, Grading & Auktionsbewertungen
Ja. Die Analyse prüft produktionsbedingte Prägeanomalien der Münzstätten:
* Stempelausbrüche (Die Chip): z. B. die bekannten Materialaufwürfe an der Ziffer 2 bei französischen 2-Euro-Münzen (Lebensbaum).
* Stempelrisse (Die Crack): erhabene Haarlinien auf dem Münzgrund durch einen gebrochenen Prägestempel.
* Stempeldrehungen (Rotated Die): Winkelabweichung zwischen Avers und Revers (z. B. 45°, 90° oder 180° französische/deutsche Prägung).
* Dezentrierungen (Off-Center): asymmetrischer Münzrand durch ungenauen Ronden-Vorschub.
* Doppelsenkung (Double Die): sichtbare Doppelkonturen an Inschriften oder Porträtdetails.
Der Marktwert wird primär vom Erhaltungsgrad bestimmt, nicht nur vom Prägejahr:
1. Erhaltungsgrad (Sheldon-Skala 1–70): Eine Münze in perfektem Stempelglanz (MS 65) kann 1.000 € wert sein, während dasselbe Stück in stark abgenutztem Zustand (VF 20) nur 5 € erzielt.
2. Seltene Stempelvariante: Kleine Unterschiede im Münzzeichen oder in der Randschrift machen oft den Unterschied zwischen Massenware und Rarität.
3. Fehlprägungen: Spezialsammler zahlen deutliche Aufpreise für ausgeprägte Stempelfehler.
4. Natürliche Patina vs. Reinigung: Unberührte Stücke mit Originalpatina erzielen auf Auktionen verlässlich höhere Preise.
* App-Grading: Eine schnelle, vorläufige Zustandseinschätzung anhand von Fotos in wenigen Sekunden, um festzustellen, ob sich eine professionelle Begutachtung lohnt.
* Grading bei Prüfdiensten (NGC, PCGS, ANACS): Erfordert das physische Einsenden der Münze, Prüfung unter dem Stereomikroskop, Dichtemessung und die dauerhafte Kapselung in einer versiegelten Plastikhülle (Slab).
Die App liefert die offiziellen Katalogangaben zur Legierung (z. B. 900er Gold oder 835er Silber).
Ein Digitalfoto kann jedoch nicht die innere Metalldichte messen. Moderne Fälschungen können galvanisch vergoldet sein. Zur sicheren Echtheitsprüfung sollten Sie das exakte Gewicht auf einer Feinwaage (0,01 g) und die Maße mit einer Schieblehre prüfen oder eine Dichteprüfung durchführen.
Die ursprüngliche Auflage gibt nur an, wie viele Stücke geprägt wurden. Entscheidend ist die reale Überlebensrate (Survival Rate):
Viele Massenprägungen aus Silber oder Gold wurden in Kriegen und Währungsreformen tonnenweise eingeschmolzen. Daher kann eine Münze mit 2 Millionen Auflage heute in Top-Erhaltung seltener und wertvoller sein als eine Münze mit 50.000 Auflage, die überwiegend in Sammlertresoren überlebte.
Die App summiert die Einzelwerte aus beendeten Auktionsverkäufen.
Verkaufen Sie eine Sammlung komplett an einen Münzhändler, liegt das Angebot typischerweise 20 % bis 40 % unter der Summe der Einzelauktionswerte. Händler tragen Geschäftskosten, Versicherung, Auktionsgebühren (meist 15–20 %) und das Kapitalrisiko bis zum Weiterverkauf.
Nein. Die Werte stellen eine fundierte Preisspanne dar, die auf kürzlich beendeten Auktionsergebnissen basiert. Der tatsächliche Verkaufserlös hängt von der Nachfrage, dem Auktionshaus und der Bieterkonkurrenz ab.
03
3. Banknoten & Notaphilie
Im Banknoten-Modus:
* Passt sich der Sucher an ein breites 1.8:1-Format an.
* Richten automatische Drehfunktionen um 90° hochkant fotografierte Scheine horizontal aus.
* Werden Papieroberfläche, Ränder, Eckenerhaltung und Druckschärfe geprüft.
* Nominal, Währung, Ausgabebank, Datum und Unterschriften.
* Seriennummern: Identifikation gesuchter Nummernfolgen (Radar-Palindrom 1234321, Schnapszahlen 7777777, niedrige Nummern 0000015, Ersatzserien mit Stern/Zusatzbuchstaben).
* Erhaltungsspuren: Knicke, Umlauffalten, Flecken und Zählspuren (angelehnt an PMG-Kriterien).
* Wasserzeichen, Mikroschriften und Sicherheitsfäden.
04
4. Sprachen & Lokale Numismatische Märkte
Die Benutzeroberfläche ist in über 120 Sprachen übersetzt (inklusive 73 vollständigen numismatischen Fachwörterbüchern). Die Analyseberichte werden direkt in Ihrer Muttersprache erstellt.
Im Seitenmenü können Sie Ihren lokalen Markt wählen:
* Deutschland & Westeuropa: Künker, MA-Shops, CGB, Sixbid.
* Polen: OneBid, WCN, Marciniak, Niemczyk, Allegro.
* Tschechien & Slowakei: Aukro, AUREA, Macho & Chlapovič.
* Ungarn: Darabanth.
* Skandinavien: Tradera, MISAB.
* USA & Global: Heritage Auctions, Stack’s Bowers, eBay.
Das Feld dient der direkten Eingabe zusätzlicher Fakten: Je mehr Details Sie eingeben, desto präziser ist die Analyse.
Sinnvolle Angaben sind vermutetes Prägejahr, beobachtete Stempelfehler, Gewicht/Durchmesser oder lesbare Buchstabenreste.
05
5. Abonnements, Zahlungen & Datenschutz
Ja. NumiStudio AI bietet ein Freemium-Modell mit kostenlosen Start-Scans zum Testen. Für regelmäßige Nutzer steht das PRO-Abonnement ohne Scan-Limits zur Verfügung.
Lokal auf Ihrem Smartphone (IndexedDB). Ihre Fotos und Sammlungslisten werden nicht auf fremden Servern gespeichert. Niemand hat Einblick in Ihre private Sammlung.
1. Öffnen Sie das Seitenmenü in der App (Sammlung).
2. Tippen Sie auf [ Sammlung exportieren / Backup ] und speichern Sie die JSON- oder PDF-Datei.
3. Importieren Sie die Sicherungsdatei auf Ihrem neuen Gerät.
Öffnen Sie die Google Play Store App ➔ Profil-Icon ➔ Zahlungen & Abos ➔ Abonnements ➔ NumiStudio AI ➔ Abo kündigen.
Stellen Sie sicher, dass Sie im Google Play Store mit demselben Konto angemeldet sind, öffnen Sie NumiStudio AI und tippen Sie im Menü auf [ Käufe wiederherstellen / Restore Purchases ].
Nein. Wir verkaufen keine Nutzerdaten, erfassen keine GPS-Standorte und teilen keine Fotos mit Dritten. Wir arbeiten in voller Übereinstimmung mit der DSGVO und den Richtlinien von Google Play.
Benötigen Sie weitere Unterstützung?
Unser technischer Support steht Sammlern gerne zur Verfügung.